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Blühstreifen für den Schulgarten oder die KiTa

Wildbienen sind für Kinder ungefährlich! Sie haben nur einen verkümmerten Legestachel, der nicht durch die menschliche Haut dringen kann. Holen Sie sich diese vielfältigen und interessanten Insekten in den Schul- oder KiTa-Garten und sorgen Sie durch einen Blühstreifen dafür, dass die emsigen Bienen genügend Nahrung finden. 

Ob Sie einen ganzen Blühstreifen, ein Beet, einen Kübel oder einen bienenfreundlichen Blumentopf mit den Kindern anlegen und gestalten, liegt bei Ihnen. Jede Blüte hilft und ist wichtig!

Möchten Sie sich intensiver mit den geeigneten Pflanzen beschäftigen, schauen Sie hier vorbei. Andernfalls können Sie bequem und kostenlos eine regionale Saatgutmischung bei uns anfragen!

Hummel bei Bestäubung (© Bluhm)

Blühstreifen, Bienengärten und Bienenweiden

Wildbienen sind auf ein passendes Nahrungsangebot angewiesen. Schauen Sie sich einmal auf Ihrem Schulgelände, im KiTa-Garten, um das Grundstück herum und auf den Gehsteigen um. Sie werden sicher eine kleine oder größere Fläche finden, welche Sie durch eine paar Blühpflanzen verschönern können. Selbst, wenn Sie nur die Baumscheibe auf dem Gehsteig bepflanzen, haben Sie den Insekten schon geholfen.

Es gibt viele spezialisierte Wildbienen in Deutschland, welche ein angepasstes Nahrungsangebot benötigen. Zudem ist es sinnvoll regionales und mehrjähriges Saatgut zu verwenden. Sähen Sie fremdländische Pflanzen, besteht zum einen die Gefahr, dass diese die einheimische Flora verdrängen. Zum anderen ist die einheimische Fauna vermutlich nicht auf diese Pflanzen spezialisiert. Pflanzen Sie einjähriges, so locken Sie Insekten an, deren Nachkommen im nächsten Jahr, sollte nicht nachgepflanzt werden, verhungern müssen.

Um Ihnen die Wahl zu erleichter können Sie bei uns eine perfekt angestimmte Saatgutmischung kostenlos bestellen!

 

 

Etwa ein Drittel aller Wildbienenarten ist auf wenige Pflanzenarten einer Pflanzenfamilie spezialisiert. Finden sie diese Pflanze nicht mehr vor, fehlt ihnen die Lebensgrundlage. Umgekehrt sind diese Pflanzen meist auf spezialisierte Wildbienenart angewiesen.

Ein Lernblatt für Kinder zu diesem Thema finden Sie hier zum download.

Die Blüten des Borretsch (Borago officinalis) strahlen den ganzen Sommer bis in den Herbst (© Bluhm)

Bereiten Sie die Saatgutfläche zunächst vor. Das bedeutet, dass wuchsstarke Pflanzen inklusive Wurzel entfernt werden. Dann wird die Fläche entweder mit einem Sparten umgegraben oder Sie leihen sich im nächsten Baumarkt eine Motorfräse aus. Nun kann mit den Kindern ausgesät werden. 

Die Aussaatzeit kann im Herbst, vor dem ersten Frost sein. So haben Sie bereits im Frühjahr des kommenden Jahr  sichtbare Erfolge für die Kinder und helfen auch den ersten Bienen des Jahres. Wenn Sie im Frühjahr aussähen, geht es noch schneller und sie können im selben Jahr schon Insekten beobachten.

Lassen Sie die Kinder bunte Schilder malen, damit jeder sehen kann, um was für eine Fläche es sich handelt. Besonders, wenn Sie im öffentlichen Raum eine Bienenweide anlegen, ist das wichtig, damit diese nicht versehentlich gemäht wird. Hier ist eine Absprache mit dem Eigentümer der Fläche ratsam.

Schmetterling auf Nahrungssuche (© Bluhm)

Bienenweiden sind extrem pflegeleicht und daher perfekt für Ihren Schul- oder KiTa-Garten geeignet. Sie müssen nur zwei Mal im Jahr gemäht werden. 

Das Mähen sorgt dafür, dass kurzlebige Arten länger leben und fördert das Aussamen der einjährigen Pflanzen. Unsere Bienenweidenmischung beinhaltet ein- und mehrjährige Pflanzen. So haben Sie von Anfang an sichtbare Blüten und müssen nicht bis zum zweiten Jahr warten.

Einfach Faustregel: nicht während der Blüte mähen. Entweder Mähen vor der Blüte bis Anfang März oder von Ende September bis Ende Oktober. Mähen Sie in diesem Zeitraum, machen Sie nichts falsch. Mähen Sie c.a. 20 cm über dem Boden. Am besten geht dies mit einer Sense. Das Mahdgut abtragen.

Wenn Sie Ihre Bienenweide gut beobachten, können Sie den optimalen Zeitpunkt auch selbst bestimmen. Dieser ist, wenn die einjährigen Pflanzen verblüht sind. 

Düngen oder wässern Sie die Flächen nicht. So verschaffen sich die regionalen und gut an trockene und magere Standorte angepassten Pflanzen einen Vorteil gegenüber unerwünschten Unkräutern.

Ab und an sollten Sie mit den Kindern das Unkraut aus der Fläche entfernen. So können sie direkt Pflanzenkunde unterrichten.

Wird ihre Wiese zu dünn können Sie einfach etwas nachsähen.

 

Seedbombs (© Bluhm)

Sie haben keine Flächen frei? Das macht nichts! 

Sie können mit den Kindern auch alte Eimer, gestapelte Autoreifen oder Blumenkästen mit einheimischen Pflanzen versehen. Oder bemalen sie Blumentopfe und bepflanzen sie diese gemeinsam. So haben die Kinder sogar etwas, was sie mit nach Hause nehmen können und stecken vielleicht ihre Eltern mit diesen Ideen an.

Andernfalls können Sie auch Seedbombs mit Ihren Schützlingen herstellen. Welches Kind spielt nicht gerne mit Matsch?! 

Die Seedbombs können überall etwas Gutes tun. Verwenden Sie auch hier auf jeden Fall nur regionales Saatgut! Andernfalls greifen sie in das Ökosystem auf eine negative Weise ein. 

Wie genau die Kugeln hergestellt werden, lesen Sie hier.